Abstimmen bei Schulhomepage.de

Das BKWB ist Siegelpreisträger
2005 und 2009

Das BKWB ist Preisträger des Arbeitgeberpreises
 für Bildung 2002

Ihr Anbieter für Spezial-Lösungen im Bereich der Software und Hardware. Von Spezialprogrammen über CIM-Lösungen, Standard-Betriebssysteme, aber auch Embedded - Lösungen und SPS.

 

Das Bildungsangebot des BKWB in der JVA

Rund 6200 junge Menschen saßen 2009 in Deutschland hinter Gittern im Jugendstrafvollzug – davon allein 1800 in NRW. Was zunächst als verlorene Lebenszeit gilt, kann bei vielen als letzte Chance gesehen werden, dem Leben noch einmal eine Wende zu geben, um nicht den Rest des Lebens (mit Unterbrechungen) in den verschiedenen Strafanstalten dieses Landes zu verbringen – sozusagen „Knacki“ als Lebensperspektive.

Um diesen Teufelskreis zu durchbrechen, kooperieren die  JVA Wuppertal-Ronsdorf (510 Haftplätze) und das Berufskolleg Werther Brücke. „Bildung schafft Zukunft“ - unter diesem Motto lassen die JVA und das BKWB nichts unversucht, um den Strafgefangenen Perspektiven für ihre Zukunft durch Bildungs- und Ausbildungsmaßnahmen zu ermöglichen. Der Resozialisierungsgedanke ist erklärtes Ziel der Kooperation.

Dafür stellt die JVA drei Justizlehrer sowie Klassenräume, Computerräume, Sporthallen, Schulwerkstätten, Ausbildungshallen und die Ausstattung für Vollzeit- und Teilzeitklassen zur Verfügung. Das Berufskolleg stellt nach Vollausbau 26 Berufsschullehrer und übernimmt die fachliche, methodische und didaktische Betreuung von 170 Vollzeitschülern (BGJ und BOJ) und rd. 200 Teilzeitschülern in verschiedenen Ausbildungsberufen. Die werkpraktische Anleitung im Rahmen der Berufsausbildung übernehmen 21 Werkmeister des Kolpingwerkes.

 

Folgende Ausbildungsgänge werden in der Außenstelle JVA des Berufskollegs Werther Brücke angeboten: Industriemechaniker, Zerspanungsmechaniker, Maschinen- und Anlagenführer, Industrieelektriker, Tischler, Maler u. Lackierer, Bauten- u. Objektbeschichter, Fachkraft für Lagerlogistik, Gebäudereiniger.

 

In den Vollzeitklassen können die Jugendlichen die Berufsschulpflicht erfüllen und den Hauptschulabschluss oder die Fachoberschulreife erhalten. In den Teilzeitklassen der Berufsausbildung kann der Facharbeiterbrief der IHK oder der Gesellenbrief der Handwerkskammer erworben werden. Außerdem wird unter bestimmten Voraussetzungen nachträglich der Hauptschulabschluss oder die FOR zuerkannt.

 

Die Ausbildungszeit beträgt zwischen 18 u. 24 Monaten. Diese Verkürzung ist möglich, da die jungen Gefangenen keinen Urlaub und keine Ferienzeiten haben. Außerdem gibt es zwei volle Berufsschultage mit 16 Stunden Unterricht.  Zusätzlicher Förderunterricht und Hausaufgabenbetreuung in den frühen Abendstunden sollen Defizite aufarbeiten und Lerntechniken vermitteln.

 

Untersuchungen aus anderen Jugendstrafanstalten zeigen, dass zwei Drittel der jungen Gefangenen, die ihren Lehrabschluss schaffen und innerhalb eines Jahres einen Job finden, nicht wieder rückfällig werden. Zahlen wie diese dienen der Kooperation zwischen der JVA und dem BKWB als Ansporn, um das Rückfallrisiko in die Kriminalität möglichst gering zu halten.